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Ein Markttag

Autor: KatharinaDepper | Datum: 27 Januar 2017, 09:46 | 0 Kommentare

Am vergangenen Samstag sind Svenja und ich wieder auf den Markt gegangen – dieses Mal allerdings nicht, um etwas zu kaufen, sondern um unserer Freundin Delali beim Verkauf zu helfen.

Delalis Mutter kauft jeden Freitag die Zwiebeln in Lomé ein und verkauft sie dann während der Woche in und um Notsé herum auf verschiedenen Märkten. Auf dem großen Markt, der hier jeden Samstag ist, hat die Familie gleich zwei Stände, um mehr verkaufen zu können.

Direkt nach unserer Ankunft wurden wir aufgeteilt: Svenja hat sich zu einem Stand, der warme Malzeiten verkauft, gesetzt, und ich habe den ganzen Tag über Zwiebeln verkauft. Als erstes hat Delali mir einen Stoff zum Umwickeln gegeben, damit ich meinen Rock nicht schmutzig machte, und dann wurde mir erklärt, dass man nur barfuß auf die Verkaufsplanen geht (wir haben die Zwiebeln auf großen Plastikplanen auf dem Boden verkauft). Anschließend habe ich erst einmal ein wenig gewartet und Delali beim Verkaufen zugesehen. Ziemlich bald hat mir Delalis Mutter einen riesengroßen Strohhut gebracht, den ich, trotz Sonnencreme und -brille gerne angenommen habe.

Ein wenig später habe ich dann gelernt, die Zwiebeln zu verkaufen: es gab Stapel für 50, 100, 200 und 500 Franc, und jedes Mal, wenn jemand für mehr als 100 Franc eingekauft hat, hat er noch ein oder zwei kleine Zwiebeln als Geschenk dazu bekommen. Mit Delali zusammen hat es großen Spaß gemacht und war auch sehr entspannt, da sie mir meistens genau gesagt hat, was ich tun soll. Schließlich hat sie mich aber öfter alleine gelassen, um zu ihrer Mutter zu gehen oder um etwas zu kaufen, und da bin ich doch etwas ins Schwitzen gekommen. Viele fanden es sehr lustig, bei einer Weißen einzukaufen, zumal hier natürlich meistens auf Ewe verhandelt und eingekauft wird, und es gab auch genug Leute, die gar nichts kaufen, sondern nur sehen wollten, ob ich die Preise aufsagen und verhandeln kann. Als ich zwischendurch beim Stand der Mutter ausgeholfen habe, war ich aber doch sehr stolz, als sie meinte, ich hätte das gut gemacht. An sich ist Zwiebeln verkaufen vielleicht nicht so schwierig, wenn man aber in einer völlig fremden Sprache reden muss, hat es durchaus seine Fallen :-)  So hat mich zum Beispiel Delalis Cousine hinters Licht geführt. Da ich sie noch nicht so oft gesehen habe, wusste ich nicht, dass sie die Cousine war, und habe ihr, auf Nachfrage, brav zu jedem Zwiebelstapel den Preis gesagt. Erst, als sie von jedem Stapel eine Zwiebel haben wollte und nach dem Preis dafür gefragt hat, habe ich gemerkt, dass sie es nicht wirklich ernst meint…

Trotzdem hat es natürlich sehr viel Spaß gemacht. Delali und ich haben uns mit den großen Hüten wunderbar amüsiert, und nebenbei haben sie und die Verkäufer der Nachbarstände noch versucht, mein Ewe ein wenig aufzubessern… Das hat, wie immer, zu viel Gelächter geführt, und auch wenn ich abends sehr kaputt war, bin ich sehr froh, dabei gewesen zu sein!

Liebe Grüße aus Togo!

Eure Katharina

  

 

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