VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Bianca  |  Charlotte  |  Hannah N  |  Hannah S  |  Jannika  |  Jolanthe  |  Jost  |  Jonathan  |  Julia P  |  Julia W

Katharina  |  Laura Fe  |  Lennard  |  Linda  |  Lisa  |  Momo  |  Rebekka  |  Sarah G  |  Sarah N  |  Sina  |  Svenja

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Hadzihaga

Autor: KatharinaDepper | Datum: 02 Juni 2017, 13:43 | 0 Kommentare

Wie ich ja schon geschrieben habe, singe ich in zwei Chören meiner Kirche mit: im Jugendchor und im Großen Kirchenchor. In letzterem wurden Svenja und ich vorletzten Sonntag endlich aufgenommen.

 

Mit dem Lernen für die „Consecration“ (Einsegnung) haben wir schon im Januar begonnen. Dafür haben wir uns ab und zu mit Kekeli, dem Chorleiter, getroffen, der uns den Lehrstoff von Ewe ins Französische übersetzt und erklärt hat. Dabei haben wir ein ganzes Heft voller Regeln und Informationen durchgearbeitet, was teilweise sehr anstrengend, aber auch sehr interessant war.

 

Der Große Chor (Ewe: Hadzihaga), den es so nur in der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ghana und Togo gibt, wurde von Missionaren aus Deutschland gegründet. Er basiert auf der Geschichte der Leviten, deren Aufgabe es war, Tag und Nacht vor dem Tempel in Jerusalem zu singen und Gott zu preisen. Aus der Geschichte der Leviten wurden auch noch andere Dinge übernommen, wie zB die besondere Chorkleidung, die Position des Chores während des Gottesdienstes oder die Prozession des Chores zur Kirche, bevor der Gottesdienst beginnt.

Der Hadzihaga hat eine sehr wichtige Rolle in der EEPT. Er singt nicht nur während des Gottesdienstes, sondern erfüllt auch liturgische Aufgaben, wie die Einführung zur Predigt. Die Mitglieder des Chores dürfen/ sollen auch predigen, wenn der Pastor nicht da ist, und sollen als Vorbilder für die Gemeinde handeln. Da der Chor so wichtig ist, ist es für die Mitglieder Pflicht, wenn möglich an allen Gottesdiensten und kirchlichen Anlässen teilzunehmen.

 

Nach langem Lernen war es dann am Sonntag endlich so weit. Normalerweise tragen die Mitglieder eine schwarzweiße Uniform unter den Chorgewändern, für besondere Feste gibt es allerdings eine andere blauweiße. Denn Sinn dahinter verstehe ich nicht ganz, weil man diese unter den langen Roben nicht sieht und man sich so dick bekleidet halb totschwitzt.

 

Der Festgottesdienst hat damit begonnen, dass wir hinter dem großen Chor mit eingezogen sind und, statt uns nach dem ersten Lied wie der Rest der Gemeinde zu setzen, schon wie richtige Chormitglieder stehend den Gottesdienst begonnen haben. Dann ist der Gottesdienst ganz normal verlaufen, bis vor der Predigt unsere Einsegnung kam. Dafür mussten wir uns vorne vor der Gemeinde aufstellen und auf die Fragen des Pastors antworten. Glücklicherweise wurde für uns dieser Vorgang auf Französisch abgehalten und nicht, wie sonst, auf Ewe, sodass es mir leichtgefallen ist, die auswendig gelernten Antworten widerzugeben. Im Anschluss daran hat der Pastor einige Gebete gesprochen und uns die Chorgewänder überreicht. Zusammen mit einigen Frauen aus dem Chor sind wir uns umziehen gegangen, und sind schließlich, als echte Chormitglieder, mit in die Kirche eingezogen. Bevor wir uns aber zum Hadzihaga setzen konnten, wurden wir noch gesegnet, uns wurde von allen Präsidentinnen der verschiedenen Chöre gratuliert und es wurden Fotos gemacht. Dann ging der Gottesdienst ganz normal weiter.

 

Ein wenig musste ich mich allerdings an die Chorkleidung gewöhnen – sie ist sehr sehr warm, und da ich keine Haarspangen hatte, hatte ich den ganzen restlichen Gottesdienst über Angst, dass der Hut herunterfallen würde…

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Ferst für uns. Die Mitglieder des Großen Chores und des Jugendchores haben gekocht, und so haben wir ein Picknick veranstaltet, was sehr schön war und viel Spaß gemacht hat (zur näheren Beschreibung eines Picknickablaufes hier kann man im Osterbericht nachlesen :-). Zum Glück haben Svenja und ich am Vortag vier große Kuchen gebacken, sodass wir nicht mit leeren Händen dastanden und uns auch gleichzeitig für das Fest bedanken konnten.

Nun bin ich also Mitglied im Grande Chorale de Temple du Togo, und auch wenn es nur noch für drei Monate ist, freue ich mich sehr darüber.

 

Das war es erstmal von mir,

Liebe Grüße!

Katharina

  

 

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype